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Christliche Gedichte
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Ach, wem der Heiland sich gegeben
Ach, wem der Heiland sich gegeben und Frieden Gottes in sein Herz, der
kann nicht ohne Ihn mehr leben, man sucht und find’t Ihn allerwärts. Man
hat und fühlt den Menschenfreund, wo man's bedarf und um Ihn weint. O
wüssten das doch alle Leute, die Er mit Seinem Blut erkauft, wie schad es
ist, dass nicht noch heute Ihm alles in die Arme läuft, und wie so gut es
jedermann bei Dir, mein Heiland, haben kann!
Johannes Evangelista Goßner
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Bethlehem und Golgatha
Er ist in Bethlehem geboren, der uns das Leben hat gebracht, und Golgatha
hat er erkoren, durchs Kreuz zu brechen Todes Macht. Ich fuhr vom
abendlichen Strande hinaus, hin durch die Morgenlande; und Größeres ich
nirgends sah, als Bethlehem und Golgatha. Wie sind die sieben Wunderwerke
der alten Welt dahingerafft, wie ist der Trotz der ird'schen Stärke erlegen
vor der Himmelskraft! Ich sah sie, wo ich mochte wallen, in ihre Trümmer
hingefallen, und steh'n in stiller Gloria nur Bethlehem und Golgatha. O
Herz, was hilft es, dass du kniest an seiner Wieg' im fremden Land! Was
hilft es, dass du staunend siehst das Grab aus dem er längst erstand! Dass
er in dir geboren werde und dass du sterbest dieser Erde und lebest ihm, nur
dieses ja ist Bethlehem und Golgatha.
Friedrich Rückert
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Das Herz des Menschen
O liebster Herr, ich weiß es wohl, dass ich Dein Tempel werden soll; so komm
denn meinem Herzen nah, bereit es selbst und wohne da! Nichts heiligt mich,
nichts hilft mir sonst, nicht eigne Kraft, nicht Menschenkunst; komm Du ins
Herz und schließ es zu, so find ich in Dir Gnad und Ruh. Lass sonst doch
nichts in meiner Seel als Deine Liebe wohnen; die Liebe ist's, die ich
erwähl vor Schätzen und vor Kronen. Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich
und Dich will trennen! Lass nur mein Herz und meinen Sinn in Deiner Liebe
brennen! O Du mein Trost, mein Licht, mein Heil, mein höchstes Gut und
Leben, ach sei und bleibe Du mein Teil, ich will mich Dir ergeben! Denn
außer Dir ist lauter Pein, nur Du, nur Du kannst mich erfreun!
Johannes Evangelista Goßner
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Der Baum der Liebe
Ich ging nochmal in das Paradies zurück, um ihn zu suchen, den ganz andern
Baum. Die Früchte der Erkenntnis brachten uns kein Glück; sie sind in
Wahrheit nur ein böser Traum. Ich fand dort den Baum des ew´gen Lebens,
und seine Früchte luden mich zum Essen ein. Doch all ihr Locken blieb ganz
vergebens, denn ewig leben ohne Liebe muß die Hölle sein. Ich suchte
weiter von dem Wunsch getrieben, daß der Baum der Liebe doch noch zu
finden sei. Weil ich ihn fand, kann ich jetzt Menschen lieben, und ihr
Leiden ist mir nicht mehr einerlei. Der Baum der Liebe ist der Gott des
Lebens; weil ich ihn schon fand, kann ich sicher sein: wer ehrlich sucht,
der sucht ihn nicht vergebens; der Gott der Liebe lädt alle zu liebevollem
Leben ein.
Autor: EEE
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Du lieber, heilger, frommer Christ
Du lieber, heil'ger, frommer Christ, der für uns Kinder kommen ist, damit
wir sollen weiß und rein und rechte Kinder Gottes sein. Du Licht, vom lieben
Gott gesandt in unser dunkles Erdenland, Du Himmelslicht und Himmelsschein
damit wir sollen himmlisch sein. Du lieber, heil'ger, frommer, Christ, weil
heute Dein Geburtstag ist, drum ist auf Erden weit und breit bei allen
Kindern frohe Zeit. O segne mich, ich bin noch klein, o mache mir das Herze
rein, o bade mir die Seele hell in Deinem reinen Himmelsquell! Dass ich wie
Engel Gottes sei, in Demut und in Liebe treu, dass ich Dein bleibe für und
für, Du heil'ger Christ, das schenke mir!
Ernst Moritz Arndt
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Wenn nicht du
„Wenn der HERR das Haus nicht baut, arbeiten seine Erbauer vergebens daran.
Wenn der HERR die Stadt nicht bewacht, wacht der Wächter vergebens.“
Psalm 127, 1
In Arbeit
Rivalee Kretschmann
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Gehorsam ist besser als Opfer
1. Samuel 15,22 Welche Vorstellungen verbinden sich mit dem Begriff
Gehorsam? Hat dieser nicht einen negativen Beigeschmack? Gehorsam, das heißt
doch, sich dem Willen eines anderen unterzuordnen und nicht das tun zu
können, was einem gefällt. Das Wort Gehorsam ist deshalb auch etwas außer
Gebrauch gekommen. Der "emanzipierte", "selbständig gewordene Mensch",
braucht niemandem, der ihm sagt, was er zu tun hat. „Er weiß am besten
selbst, was für ihn gut ist.“ Und wenn nicht, kann er im
"partnerschaftlichen Zusammenwirken" mit anderen, das für sich Passende
herausfinden. Wichtig ist, dabei immer auf „Augenhöhe“ zu bleiben und
keinerlei Autorität anzuerkennen. In manchen Kreisen gilt es deshalb
weiterhin als "fortschrittlich" z.B. Kindern keine Grenzen zu setzen, das
würde ja Gehorsam bedeuten, sondern sie das tun zu lassen, was sie wollen
und wenn das daneben geht, mittels "therapeutischer Hilfe" auf einen
"Ausgleich" hinzuwirken. Es fällt deshalb auch zunehmend schwer, in Gott den
Herrn zu sehen, der Gehorsam fordert, denn darum geht es im heutigen Vers.
Das biblische Wort „Herr“, das aus gutem Grund so lautet, macht ohnehin
Probleme. Deshalb sagt man im Gebet häufig nur noch „Gott“ oder „guter
Gott“, was der Allmacht und Majestät Gottes natürlich nicht gerecht wird.
Anlässlich der Vorbereitung zu einer Bibelauslegung wurde mir bewusst, dass
Gehorsam eigentlich nichts Einschränkendes, sondern etwas Befreiendes ist,
insbesondere wenn es um den Gehorsam gegenüber Gottes Wort geht. Denn es
geht hier nicht um blinden Kadavergehorsam, wie er von Menschen gefordert
wird, die sich irren können, sondern um Gehorsam gegenüber Gott, der weiter
sieht als wir und der weiß, was für uns letztlich gut ist und unserem Heil
dient. Gehorsam Gott gegenüber hat deshalb etwas mit Liebe und Vertrauen zu
tun. Ich gehorche nicht, weil ich muss, sondern weil ich gewiss sein kann,
das Beste, auch für mich selbst zu tun, wenn ich mich am Wort Gottes
orientiere. Dabei anerkenne ich meine eigene Begrenztheit, die mich das
eigentlich Wichtige und Entscheidende nicht sehen lässt. Von daher bietet es
sich an, auch Schweres aus Gottes Hand entgegenzunehmen, weil uns auch
dieses zum Segen gereicht und wir manchmal schmerzlich erfahren müssen, dass
die Pläne, die wir hatten, eigentlich nicht das Wahre gewesen wären. Einem
Herrn zu vertrauen bedeutet auch, mit der Macht eines Stärkeren zu rechnen,
dem kein Ding unmöglich ist, und der alles auch zum Guten wenden kann. Auch
der Gehorsam gegenüber Menschen ist letztlich ein Abglanz des Gehorsams
gegenüber Gott, wobei wir Gott allerdings mehr gehorchen müssen, als den
Menschen. Aber woher weiß ich, was in Gottes Augen das für mich Beste und
Richtige ist? In der Samuelgeschichte, in welcher der heutige Vers steht,
geht es um den König Saul, der von Gott, wegen seines Ungehorsams, verworfen
wurde und dem gesagt wird, dass auch die größten Opfer den Ungehorsam nicht
wettmachen können. Hier schimmert im übrigen etwas davon durch, dass bei
Gott allein der Glaube zählt. Saul hatte es vielleicht einfacher als wir,
weil er Gottes Anweisungen direkt über den Propheten Samuel bekam. Und was
haben wir? Wir haben das Wort der Bibel, "wir haben die Schrift und die
Propheten, auf die wir hören sollen", wie es Gott, in der Geschichte vom
armen Lazarus, die Jesus gleichnishaft erzählt, auch dem in der Hölle
befindlichen Reichen sagt. Deshalb gilt es für uns stille zu werden vor
Gott, d.h. unsere eigenen Vorstellungen zum Schweigen zu bringen und betend
zu hören. Wir wollen Gott bitten, dass er uns hierzu stets offene Ohren
schenkt.
Jörgen Bauer |
Was würde Jesus heute sagen?
Die Endzeitrede Jesus selbst hat den politischen Inhalt seiner Botschaft
zwei Tage vor dem Passahfest im Tempel von Jerusalem in seiner großen
Endzeitrede zusammengefasst, die heute ohne Abstriche genauso gehalten
werden könnte. Er schildert, wie er am Ende der Zeit die Völker der Welt vor
sich versammelt. Die eine Hälfte der Rede richtet er an diejenigen, die es
gut gemacht, die zweite Hälfte an diejenigen, die es schlecht gemacht haben.
Die Letzteren soll er verflucht haben, was wohl eher eine der üblichen
verbalen Zuspitzungen der Evangelisten sein dürfte. Jesus wendet sich an die
Menschen auf seiner linken Seite und sagt zu ihnen: Ihr habt es nicht gut
gemacht, denn ich war hungrig und durstig, und ihr habt mir nichts zu essen
und zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht
aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war
krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht. (Mt 25,42-43) «Wann
sollen wir dir denn geholfen haben?», fragen die Beschuldigten. Darauf
wieder die Antwort: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,
das habt ihr auch mir nicht getan. (Mt 25,45) Wen wird er wohl gemeint
haben, als er in der metaphorischen Prophetensprache von Verfluchten sprach,
die in die Hölle gehörten? Vielleicht die Konzernleitungen, die in
sogenannten "Zonas francas" wie in Nicaragua Frauen mit Hungerlöhnen und
einem Zwölf-Stunden-Tag Textilien herstellen lassen? Die Wirtschaftsund
Finanzminister, die es zulassen, dass Börsenspekulanten die Währungen von
Ländern ruinieren und so Millionen von Menschen ins Unglück stürzen?
Christliche Gemeindemitglieder, die Vorbestrafte, die in ihrem Dorf wohnen,
ausgrenzen? EU-Kommissare, die mit subventioniertem Rübenzucker den
Rohrzucker der Campesinos aus Mittelamerika und den Philippinen vom
Weltmarkt verdrängen? Gesundheitspolitiker, die in England alten Menschen
mit geringem Einkommen die Bypass-Operation und das künstliche Hüftgelenk
vorenthalten? Amerikaner und Europäer, die mit subventionierten Textil-,
Leder- und Agrarprodukten die Arbeitsplätze in Bangladesch und Indien
zerstören? Die deutschen Innenminister, die so genannten nicht staatlich
Verfolgten einen gesicherten Rechtsstatus verweigern? Mafiabosse, die
hungrige Kinder in die Kriminalität und Prostitution zwingen? Hitler,
Stalin, Pol Pot, Karadciz, ihre Schergen und Folterknechte? Hexenverbrenner,
Inquisitoren, Terroristen und Mullahs, die Ehebrecherinnen bis über die
Hüfte im Sand eingraben und steinigen lassen? Dann wendet sich Jesus an
diejenigen, die auf seiner rechten Seite stehen, und sagt: Kommt her, ihr
seid von Gott gesegnet, denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen
gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd
und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt
mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im
Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. (Mt 25,34-36) Auch diese fragen:
«Herr, wann haben wir dir das alles getan?» Jesus antwortet: Was ihr für
einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt
25,40) Viele Menschen haben mit der Botschaft des Evangeliums die Welt
verändert und besser gemacht: die Jünger Jesu ebenso wie buddhistische
Mönche, auch wenn diese den Wortlaut des Evangeliums gar nicht kannten,
Staatsmänner wie Thomas Morus, Priester und Nonnen, die Frauen und Männer
der Caritas und des Diakonischen Werks, Entwicklungshelfer, Schwestern und
Krankenpfleger in den Lepra- und Aids-Krankenhäusern, die Pflegerinnen in
den Sozialstationen, Millionen von Menschen, die wegen ihres Geschlechts,
ihrer Rasse, ihrer ethnischen Zugehörigkeit unterdrückt und verfolgt worden
sind und widerstanden haben. Aber auch diejenigen, die in Verfolgung und
Einsamkeit untergegangen sind: Franz von Assisi, Martin Luther King, Franz
Xaver und Edith Stein, Maximilian Kolbe, Dietrich Bonhoeffer und viele
andere. Die Botschaft NICHT DIE POLIS, nicht die Nation, nicht der Staat -
der Mensch mit seiner in Gott begründeten unantastbaren Würde wird zum
Mittelpunkt des politischen Geschehens. DIE WÜRDE DES MENSCHEN und die aus
ihr resultierenden Menschenrechte sind der Maßstab der «Gesetze» und die
Grundlage für das gleichberechtigte und multikulturelle Zusammenleben der
Menschen. DIE LIEBE ZUM NÄCHSTEN hat gleichen Rang wie die Liebe zu Gott.
Die Liebe zu Gott ist ohne Liebe zum Nächsten wertlos. DIE LIEBE ZUM
NÄCHSTEN ist nicht platonisch und keine Sache des Gefühls. Sie bedeutet
Pflicht zum Handeln für denjenigen, der in Not ist, auch für den Feind. Sie
sprengt nationale, kulturelle und religiöse Grenzen, sie gilt allen Menschen
unabhängig von Klasse, Rasse, Geschlecht, Nation. AUCH FÜR DEN FEIND wird
jeder Mensch zum Nächsten, wenn er in Not gerät. VERSÖHNUNG, Entspannung und
friedliche Lösung von Konflikten haben Vorrang vor Gewalt und Krieg.
FREMDENFEINDLICHKEIT ist mit dem Evangelium unvereinbar. DIE FRAU ist dem
Mann ebenbürtig. Die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der
Kirche steht im Gegensatz zum Evangelium. Das Verbot der Frauenordination
und das Gebot des Zölibates haben kein Fundament im Evangelium. DIE
INTERESSEN der Menschen sind wichtiger als die Interessen des Kapitals. Die
kapitalistische Wirtschaftsordnung widerspricht dem Evangelium und ist ein
Verbrechen an Milliarden von Menschen, die in Armut, Krankheit und
Unwissenheit leben müssen. ZWEI MILLIARDEN CHRISTEN sind die größten «global
players» der Welt. Sie müssen die treibende Kraft für eine neue, gerechte
Weltwirtschaftsordnung sein. JESUS VERKÖRPERT das Ideal der Glaubwürdigkeit,
d. h. die Einheit von Ideen, Reden und Handeln, also die Einheit von
Anspruch und Wirklichkeit. So wie er die Menschen damals gegen die
Machthaber vertreten hat - unabhängig, freimütig, selbstbewusst, furchtlos
-, wäre er auch in einem heutigen Parlament der ideale Abgeordnete und
Sprecher des Volkes. DAS JÜDISCHE VOLK trägt keine Schuld am Tode Jesu. Der
Antisemitismus ist eine Perversion der menschlichen Zivilisation und Kultur.
DIE BOTSCHAFT verlangt die Realisierung in dieser Welt.
Heiner Geißler
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Ein guter
Mensch
Du bist ein guter Mensch, Du hast auf 'like' geklickt, in diesem Post, wo
dich das Leid anblickt. Mehr kannst Du doch nicht tun, Du bist ja nicht
verrückt. Du bist ein guter Mensch, hast es geteilt und weitergeschickt.
Du bist ein guter Mensch, hast gleich Dein Portemonnaie gezückt, in der
Einkaufsstraße, wo Dich das Leid anblickt. Mehr kannst Du doch nicht tun,
Du bist ja nicht verrückt. Du bist ein guter Mensch, hast gezahlt und Dich
nicht verdrückt. Du bist ein guter Mensch, hast Dich ganz tief gebückt
vor'm Altar wo Dich das Leid anblickt, Mehr kannst du doch nicht tun, du
bist ja nicht verrückt, Du bist ein guter Mensch, Jesus weiß es, er hat
Dir ins Herz geblickt.
Andreas Schumm
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Ein Licht, das leuchten will
Ein Licht, das leuchten will, muss sich verzehren; Trost, Licht und Wärme
spendend, stirbt es still. Ein Licht, das leuchten will, kann nichts
begehren, als dort zu stehen, wo's der Meister will. Ein Licht, das leuchten
will, dem muss genügen, dass man das Licht nicht achtet, nur den Schein. Ein
Licht, das leuchten will, muss sich drein fügen, für andre Kraft und für
sich nichts zu sein. Ein Licht, das leuchten will, darf auch nicht fragen,
ob's vielen leuchtet oder einem nur. Ein Licht, das leuchten will, muss
Strahlen tragen, wo man es braucht, da lässt es seine Spur. Ein Licht, das
leuchten will in Meisters Händen, es ist ja nichts, als nur ein Widerschein;
des ew'gen Lichtes Glanz darf es uns spenden, ein Licht, das leuchten will
für Gott allein.
Hedwig von Redern
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Fastenzeit
Demütig sein, die Grenzen spüren, die in mir ecken und das Gefäß füllen
mit überströmendem Vertrauen. Demütig sein, nicht Ich stehe im Mittelpunkt
meiner Gedanken. Mich verneigen vor der Größe des Tages. Demütig sein,
alles ausleeren, zum Gerippe werden, bloß und frierend. Demütig sein, die
Wunden spüren, sie verbinden mit der Freude am Leben. Demütig sein.
Anderen die Hand hinhalten, Kraft leben. Demütig sein, Wege gehen vom Tod
zum Leben.
Luitgard Kasper-Merbach
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Gedanken zwischen Karfreitag und Ostermorgen
Karfreitag - Beginn Ausbruch aus dem InfernO Alles geriet ins
Ungleichgewicht, fiel ins ChaoS Ruinen zerfallner Träume ohne den einen GotT
Fallend aus den Gärten dem Himmel so fernE Richtungslose Gedanken ohne einen
WeghzeigeR Einheit zerbrochen, einsam, ohne LebensodeM In schweren Zeiten
verlassen, Julia ohne RomeO Tag und Nacht verschwommen, Welt so finsteR Am
Anfang war das Wort - jetzt Welt unfertiG? Ganz und hell erscheint am
Horizont die SonnE und bringt neue Ordnung am OstermorgeN.
Stefan Neubert
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Gib Frieden, Herr, gib Frieden, du milder
Liebeshort! Einst bist du abgeschieden mit süßem Freudenwort: Ich geb´
euch meinen Frieden, wie ihn die Welt nicht gibt, verheißen und beschieden
dem, der da glaubt und liebt. Gib Frieden, Herr, gib Frieden! Die Welt
will Streit und Krieg, der Stille wird gemieden, der Wilde hat den Sieg;
viel Unruh herrscht auf Erden und Lug und Trug und List. Ach laß es stille
werden, du stiller Jesus Christ! Gib Frieden, Herr, gib Frieden, du milder
Liebeshort! Dann wird es schon hienieden ein Paradiesort, und Sorgen
fliehn und Schmerzen aus jeder schweren Brust; in Freuden glühn die
Herzen, in Lieb und Himmelslust.
Ernst Moritz Arndt
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Ich bin mit meinem Gott versühnt
Ich bin mit meinem Gott versühnt, Er ist mein Abba nun. Und ich, der
nichts als Zorn verdient, darf in Ihm selig ruh´n! Des freu´ ich mich zu
aller Stund´, o süßer, heil´ger Christ! Und danke Dir mit Herz und Mund, daß
Du mein Jesus bist. Ich will Dich loben spät und früh mit unverdross´nem Mut
für Deine bitt´re Todesmüh´ und für Dein teures Blut! Für Dich nur schlagen
soll mein Herz, Dir opfr´ ich Leib und Seel´. Ich hang´ an Dir in Freud´ und
Schmerz, o mein Immanuel! Dir leb´ und sterb´ ich , Herr, allein! Du bist
und bleibst mein Hort. "Mein Freund ist mein, und ich bin sein" O süßes
Losungswort!
Gustav Knak
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KREUZ ANGENOMMEN KREUZ GELIEBT KREUZ GETRAGEN KREUZ BEWÄLTIGT
VERANTWORTUNG ÜBERNOMMEN IM LEBEN FÜR DICH DAS WORT GEGEBEN UNENDLICHER
FRIEDE SICHERHEIT DES WORTES FREIHEIT DURCH D I C H
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Gott nimmt es genau
Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Es ist ein Hochheiliges. An der
Stätte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer
schlachten und sein Blut ringsum an den Altar sprengen. Und all sein Fett
soll man opfern, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und den
Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn ablösen. Und der Priester
soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen zum Feueropfer für den
HERRN; es ist ein Schuldopfer. 3. Mose 7, Verse 1 - 5 In diesem Abschnitt
geht es um das Schuldopfer, das dem Volk Israel klar machte, dass für die
Sünde gezahlt werden muss und es demnach keine "billige Gnade" gibt, wie
das manchmal hingestellt wird, in dem gesagt wird, dass Gott "auch so"
vergeben könnte. Sünde ist in Gottes Augen ein Vergehen, das nur mit dem
Leben bezahlt werden kann. So ernst nimmt Gott die Sünde. Sünde ist
gewissermaßen ein Frontalangrifft auf Gottes gute Schöpfungsordnungen und
damit etwas höchst Destruktives und Tödliches. Wie schlimm und
zerstörerisch Sünde ist, können wir uns gar nicht vorstellen. Für uns wird
das allenfalls daran erkennbar, wenn wir in den täglichen Nachrichten
davon erfahren, zu was der, angeblich von Natur aus so gute Mensch, alles
fähig ist. Und das betrifft uns alle, mehr oder weniger. Weil aber Gott
kein Gefallen am Tod des Sünders hat, ließ er es zu, dass stattdessen ein
Tier sein Leben lassen musste. Auch im neuen Bund hat Gott keinen Gefallen
am Tod des Sünders, weshalb Jesus Christus, als das Lamm Gottes,
stellvertretend für uns, sein Leben gab, wodurch wir frei ausgehen, wenn
wir das im Glauben annehmen. Tieropfer sind seitdem nicht mehr nötig. Wir
könnten den Preis für die Sünde ohnehin nie bezahlen. Das ist ein
großartiges und hochheiliges Geschäft, das wir letztlich nicht begreifen
können, und das von vielen gar nicht mehr ernst genommen wird, weil sie
sich selbst als "gute Menschen" ansehen und entweder nicht an Gott glauben
und wenn, dann annehmen, dass Gott "einfach so, ohne Vorbedinung" vergibt,
weil das seine Aufgabe ist. Und bis heute wird das Kreuz Christi
angegriffen, angezweifelt und umgedeutet und damit entkräftet, was dem
Widersacher Gottes, der von Christus am Kreuz besiegt wurde, nur recht
sein kann. Wir tun gut daran, den Gerichtsernst Gottes wirklich ernst zu
nehmen, dessen absolute Gerechtigkeit die Strafe für die Sünde verlangt.
Das hat überhaupt nichts mit einem blutrünstigen Rachegott zu tun, wie das
gerne hingestellt wird. Auch ein angerichteter Schaden wird nicht dadurch
behoben, dass ich dem Verursacher vergebe! An Weihnachten danken wir Gott
deshalb dafür, dass er uns seinen Sohn gesandt hat. Noch etwas anderes
fällt an den Opfervorschriften und den übrigen Vorschriften auf, nämlich
dass sie äußerst genau und bis ins Letzte geregelt sind. Auf den ersten
Blick sieht das kleinlich und pingelig aus. Mir wurde dann aber klar, dass
den Menschen dadurch klar wurde, wie genau Gott die Sünde nimmt und wie
gnädig er sich herablässt, in dem er genaue Wege eröffnet, wie man IHM,
der absoluten Majestät, angemessen begegnen kann. Es ist gut, wenn wir uns
immer wieder der Heiligkeit Gottes bewusst werden.
Jörgen Bauer
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SIch bitte weder um Krankheit...
ch bitte weder um Krankheit noch um Gesundheit, weder um Leben noch um
Tod, sondern darum, dass Du über mein Leben und meinen Tod verfügst, zu
Deiner Ehre und zu meinem Heil. Du allein weißt, was mir dienlich ist. Du
bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir, nimm mir! HERR, ich weiß, dass
ich nur eines weiß, es ist mir gut, Dir zu folgen, und es ist mir schädlich,
Dich zu beleidigen. Ich weiß nicht, was mir nützlicher ist, Gesundheit oder
Krankheit, Reichtum oder Armut, Leben oder Tod. Und ebenso ist es bei allen
Dingen der Welt. Diese Entscheidung übersteigt die Kraft der Menschen und
der Engel. Was mir nützlich oder schädlich ist, bleibt mir verborgen. Es ist
Dein Geheimnis. Ich will es nicht ergründen, ich will nur anbeten.
Blaise Pascal
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Ich hab mich Gott ergeben
Ich hab mich Gott ergeben, dem liebsten Vater mein; hier ist kein
Immerleben, es muß geschieden sein. Der Tod kann mir nicht schaden, er ist
nur mein Gewinn, in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. Mein
Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir
lieber, da muß ich trachten ein, mich nicht zu sehr beladen, weil ich
wegfertig bin, in Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. Ach
selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit, da Christus ist die Sonne,
Leben und Seligkeit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo
bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. Gesegn euch
Gott, ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen,
ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ja in
acht, in Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach.
Johann Siegfried Hufnagel
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Ich suche jemanden ...
Ich suche jemanden, der wirklich versteht, worum es im Christentum
eigentlich geht. Denn Jesus hatte keine Religion gegründet, sondern mit
Vollmacht Gottes Reich verkündet. Er lehrte, dass wir Heil und ewiges
Leben finden, wenn wir die Welt und das Böse überwinden. Wo sind sie nun,
die auf Jesu Wort vertrauen und Gottes Reich mit Wort und Taten bauen. Wo
ist das Gottesvolk, das Gott verehrt, und ohne Furcht vor Widerspruch der
Welt erklärt: Nicht Geld, sondern Liebe kann zu guten Werken treiben.
Nicht Macht, sondern Wahrheit wird am Ende Sieger bleiben. Nicht Gewalt,
nicht große Heere, und nicht moderne Waffen, Nur Gerechtigkeit kann auf
Erden bleibend Frieden schaffen. Wo sind sie, die nicht nur glauben,
sondern auch verstehen: wegen Ungerechtigkeit wird diese Welt zugrunde
gehen. Wenn Gottes Heiliger Geist tatsächlich in Dir wirksam ist, dann
zeige doch der Welt wozu Du von Gott befähigt bist. Nur Heuchler schmücken
sich mit frommen Schein, doch die werden am letzten Ende die Verlierer
sein. An der Liebe sollt ihr sie erkennen, hatte Jesus gesagt, und schon
damals die fromme Heuchelei beklagt. Um Gottes Reich und Gerechtigkeit
muss es euch gehen; dann wird die Welt euren Glauben an euren Taten sehen.
Jesu Worte, so sagte er, sind Geist und sind Leben, und davon will er
allen Menschen geben. so dass sie sich in seinem Geist verbünden, und als
Vorbild für die Welt Gottes Reich verkünden. Wer nach Heil sich sehnt,
nach Frieden und Gerechtigkeit, der kann das schon jetzt erleben, schon in
dieser Zeit. Wer das nicht will, wird als Gottes Feind gerichtet, und am
Ende mit der Welt vernichtet.
Autor: EEE
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Ich trau auf Dich -
Ich trau auf Dich, o laß mich nicht verzagen, Herr, eile, steh mir
bei! Dir will ich's im Gebet jetzt noch mal sagen: O Gott, mir gnädig sei!
Bekannt hab ich vor vielen und ganz offen: Dein Wille nur, o Herr! Allein
auf Deinen Beistand ich jetzt hoffe, ich selbst bin ohne Wehr. Nichts kann
ich tun, um selbst mein Schicksal lenken, das kannst alleine Du. Zu Dir mein
heißes Fleh'n: Erhörung schenke, und meinem Herz - die Ruh'! Du hast gesagt:
in Stillsein und Vertrauen ist eure Seelenkraft. O gib, Herr, dass ich bald
die Hilfe schaue, die mir den Ausweg schafft! Dass demütig und still darauf
ich warte, bis endlich Deine Zeit, für mich ist da, und nicht umsonst ich
harrte, mein Gott, auf Dein Geleit.
Katja Sawadski
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Ich wollt, daß ich daheime wär
Ich wollt, dass ich daheime wär und aller Welte Trost entbehr. Ich
mein, daheim im Himmelreich, da ich Gott schaue ewiglich. Wohlauf, mein
Seel, und richt dich dar, dort wartet dein der Engel Schar. Denn alle Welt
ist dir zu klein, du kommest denn erst wieder heim. Daheim ist Leben ohne
Tod und ganze Freude ohne Not. Da sind doch tausend Jahr wie heut und
nichts, was dich verdrießt und reut. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,
und such das Gut ob allem Gut! Was das nicht ist, das schätz gar klein und
sehn dich allzeit wieder heim. Du hast doch hier kein Bleiben nicht, ob´s
morgen oder heut geschieht. Da es denn anders nicht mag sein, so flieh der
Welte falschen Schein. Bereu dein Sünd und bessre dich, als wolltst du morgn
gen Himmelreich. Ade, Welt, Gott gesegne dich! Ich fahr dahin gen
Himmelreich.
Heinrich von Laufenberg
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Koma,
Draußen vor der Tür, der Nebel, auf das Gemüt drückt. Im Krankenhaus,
hier, von der Umwelt weit entrückt. Mit vielen Hilfsmitteln bestückt. Ruhe
gefunden, bei Dir, bin beglückt. Der Nebel wich der Dunkelheit. Zum Sterben
entfernt, eine Kleinigkeit. Alles im Leben abgeschlossen, bin bereit. Gottes
Veto, es ist noch nicht Zeit. Steige herab in einen tiefen Schlund. Wie in
Meister Eckarts "Urgrund" Regeneriere mich seit dieser Stund. In Raum und
Zeit nimmt die Heilung ihren Lauf. Von guten Mächten umgeben, wo ich
verschnauf. Vom "Urgrund", die Stiege, wieder hinauf. Mit Gottes Segen, ich
wach auf.
Volker Wiechmann |
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Mit Gottes Augen sehen
Wenn Vögel pfeifen oder singen mit Herzgesang uns Lieder bringen als ob
der Götter`s Lüfte Schimmer sanftmütig öffnet Freudenzimmer dann fliegen
hoch durch Sonnenbogen glückselig himmelwärts gezogen gleichsam Engelsheer
zum Schöpfer spricht verrückt nach Sinfonie von Luft und Licht Millionen
Schnäbel so verehren ach wenn wir Menschen Vögel wären dann könnte uns die
Welt verstehen und uns mit Gottes Augen sehen
Marcel Strömer
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Mitten wir im Leben sind
Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen. Wer ist, der uns Hilfe
bringt, dass wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre
Missetat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, heiliger
starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott: Lass uns nicht
versinken in des bittern Todes Not. Kyrieleison. Mitten in dem Tod anficht
uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen?
Das tust du, Herr alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Klag und
großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger
barmherziger Heiland, du ewiger Gott: Lass uns nicht verzagen vor der tiefen
Hölle Glut. Kyrieleison. Mitten in der Hölle Angst unsre Sünd´ uns treiben.
Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ,
alleine. Vergossen ist dein teures Blut, das g´nug für die Sünde tut.
Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott: Lass uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost.
Kyrieleison.
Martin Luther |
Müde bin ich, geh' zur Ruh
Müde bin ich, geh' zur Ruh', schließe beide Äuglein zu. Vater, laß die
Augen dein über meinem Bette sein. Hab ich Unrecht heut getan, sieh' es,
lieber Gott, nicht an! Deine Gnad' und Jesu Blut machen allen Schaden gut.
Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand. Alle Menschen
groß und klein, sollen dir befohlen sein. Kranken Herzen sende Ruh, nasse
Augen schließe zu, laß den Mond am Himmel steh'n und die stille Welt
beseh'n.
Luise Hensel
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Nicht Zeit hast du zum Beten
Nicht Zeit hast du zum Beten, zu lesen Gottes Wort? Nicht Zeit, um zu
betreten der Kirche heil'gen Ort? Nicht Zeit, dich zu versenken in den,
der dich versühnt, und ernstlich zu bedenken, was dir zum Frieden dient?
Du hast nicht Zeit? — mußt rennen zur Arbeit viel und schwer? Nicht Zeit?
— Die Sorgen gönnen dir keine Andacht mehr? Nicht Zeit? — denn kein
Verweilen gönnt dir des Lebens Freud: Wer sie begehrt, muß eilen, eh sie
dem Tod geweiht! Doch wie, mein Freund, gestattet dir selbst der Tod auch
Zeit, wenn nun dein Abend schattet und Gott dir Halt gebeut? Ich furcht:
im Angesichte der großen Ewigkeit und nahe dem Gerichte heißt's auch
einmal: „Nicht Zeit!" Nicht Zeit, dich zu ergötzen am letzten Tageslicht!
Nicht Zeit mehr zu ersetzen die schwerversäumte Pflicht. Nicht Zeit einmal
zum Weinen, zur Buße, zum Gebet! Nicht Zeit, — du mußt erscheinen vor
Gottes Majestät! Nur um die kleinste Weile flehst du vielleicht alsdann;
doch nein, der Tod hat Eile und ist ein harter Mann. „Nicht Zeit!" — schon
wird's im Morgen so morgenlicht und hell; er muß dich rasch besorgen, die
Toten reiten schnell! Drum, Lieber, weil noch währet die kurze
Gnadenfrist, sei aller Eil gewehret, die dir ein Unheil ist! Steh still um
Gottes willen, denk an die Ewigkeit! Wer wird dein Herz sonst stillen,
wenn's heißen wird: „Nicht Zeit!"?
Adelbert Natorp )
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Zwölf
GO Gotteslamm, o Jesu, mein Erlöser
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eine
O Gotteslamm, o Jesu, mein Erlöser, die Sünd ist groß, doch Deine
Gnade größer! Ich will mich gern in Staub und Asche schmiegen, nur
lass mich nicht in meinen Sünden liegen. Ach töte ganz die Sündenlust
in mir - Dein Liebesblick zieh Herz und Sinn zu Dir! Ach halte mich,
sonst werd ich immer fallen, lass mich doch Dir gefällig sein in
allem! Regiere Du im Herzen nur allein, lass ewiglich da keine Sünd
hinein!
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Johannes Evangelista
Goßner )
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