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Impuls von : Glaubens-Wege
Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen, wie durch ein Wunder. Glaubens-Wege Viele Wege, die wir gehen oder fahren, sind festgelegt, bevor wir aufbrechen. Das gilt z.B. für den werktäglichen Weg zum Arbeitsplatz, in die Schule, oder für die Wege zum Einkaufen. Diese Wege kann man auf Stadtplänen suchen; je vertrauter sie uns sind, desto selbstverständlicher gehen wir sie. Mit dem Lebensweg ist das anders. Er ist nicht einfach da oder vorgeben. Wir können zwar für unseren Lebensweg Pläne machen, Pläne für das berufliche Fortkommen, für die Gestaltung des Familienlebens oder Pläne für ein gelingendes Leben. Damit ist unser Lebensweg aber nicht festgeschrieben. Er kann unseren Plänen entsprechen oder überraschend auf andere Wege führen. Bei aller Entscheidungs- und Willensfreiheit sind wir deshalb nicht Herr" unseres Weges; nur Gott kennt ihn wirklich. Reinhold Schneider bezeichnet das in poetischer Sprache: Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen". Für ihn ist das ein Wunder". Damit meint er, daß wir unseren Lebensweg nicht völlig durchschauen können, obwohl wir mit ihm vertraut sind. Diese Vertrautheit wächst in dem Maß, wie wir die geistliche Übung des Rückschauhaltens pflegen. Am Ende eines Tages können wir zurückblicken und wahrnehmen, was uns gelungen oder mißlungen ist, wie wir Menschen und Situationen gerecht geworden, oder aber wie blind an ihnen vorübergegangen sind. Diese geistliche Übung macht sensibel für eine Zukunft, die sich intensiver an Wort und Beispiel Jesu orientieren kann. Gleiche Fruchtbarkeit entfaltet diese geistliche Übung, wenn wir bei anderen Einschnitten im Verlauf des Lebensweges in gleicher Weise innehalten: etwa am Ende einer Woche, eines Monats oder eines Lebensjahres. Das "Wunder des Weges" Wir gehen unseren Lebensweg als je eigenen; zugleich ist es ein gemeinsamer Lebensweg: in Ehe und Familie, mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen, zusammen mit anderen, die Jesus Christus nachfolgen. Das mag uns bewußt sein. Wir übersehen dagegen leicht, daß unser je eigener Lebensweg auch ein Weg ist, den Gott mit uns geht. Das Wunder des Weges, von dem Reinhold Schneider spricht, ist dann am leichtesten wahrnehmbar, wenn wir auf Gottes Weg mit uns einschwenken. Wir haben zwar durchaus die Freiheit, Gottes Weg mit uns zu verweigern und einen anderen zu suchen. Wir können auf Irrwege geraten oder sogar ängstlich umkehren. Doch Gott bietet immer wieder liebend einen Weg an, den er mit uns gehen möchte; er wirbt um unsere Umkehr, wenn wir uns verrennen, er sucht uns, wenn wir uns verirrt haben, er gibt Mut zum Aufbrechen oder Weitergehen. Abraham, der Vater des Glaubens, ist das biblische Hauptbeispiel für einen Menschen, der sich auf Gottes Weg mit ihm eingelassen hat. Er hat Gottes Verheißung geglaubt und hat sich auf Gottes Wort hin auf den Weg gemacht. Abrahams Glauben hat den Weg unter seinen Füßen wie durch ein Wunder wachsen lassen. Wenn wir bereit werden, glaubend auf Gottes Weg mit uns einzuschwenken, können wir dieselbe Erfahrung machen. Wir werden wie Abraham nicht ins Leere treten, sondern dem uns vor Augen gestellten Ziel unseres Lebens immer näherkommen. Die Formulierung Reinhold Schneiders, daß der Weg unter unseren Füßen wie durch ein Wunder wächst, schließt ein: wir müssen unseren Weg nicht selbst erbauen! Das würde uns letztlich überfordern. Unsere Sache ist es vielmehr, Gottes Weg mit uns zu gehen. Das wird um so leichter, je vertrauensvoller, hinhörender, aufnahmebereiter, umkehrbereiter wir werden. Viele Menschen gehen ihren Lebensweg allein; viele mißtrauen ihrem Weg, werden müde oder ängstlich. Kürzere oder längere Abschnitte unseres Lebens betrachtend können wir uns vergewissern, daß Gott seinen Weg mit uns und für uns vorbereitet hat. Je sicherer wir uns darüber werden, desto leichter können wir anderen für ihren Weg Mut machen, selbst wenn sie ihn (noch) nicht als Gottes Weg mit ihnen wahrgenommen haben. Reinhold Schneider

Evangelium heute


Mögest du immer einen Freund an deiner Seite haben,
der dir Vertrauen gibt, wenn es dir an Licht und Kraft gebricht.

 
 

 d e n T a g
 


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